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Bloggen verlernt?

Ich glaube, ich habe das Bloggen verlernt. Als ich vor vielen Jahren meinen ersten Blog startete, war es überhaupt kein Problem, jeden Tag einen Beitrag zu schreiben. Irgendwie gab es andauernd etwas, über das sich zu berichten lohnte. Naiv wie ich bin, bin ich davon ausgegangen, das ich das nach jahrelanger Pause genauso (wenn nicht gar besser) fortführen kann. Das es so einfach aber nicht funktioniert, zeigt die geringe Beitragsfrequenz hier. Diese zeugt nicht von Ideenlosigkeit, sondern von mangelndem Zeitmanagement und dem Problem (hatte ich früher nicht), gewisse Sachen in Worte zu packen. Es schreibt sich einfach nicht mehr so schön leicht daher und wirkt kantig und unfertig. Das nervt.

Vielleicht liegt es auch daran, dass die ganze Bloggerszene früher kleiner und überschaubarer war. Mittlerweile ist das ein ganzes unübersichtliches Universum geworden, in dem ich zum Teil tatsächlich einfach nicht mehr durchblicke. Vermutlich brauche ich einfach noch eine Weile, um mich wieder richtig orientieren zu können. Auch scheint mir so, dass ein traditioneller Standardblog mittlerweile total altmodisch geworden ist. Oder warum sonst bloggt gefühlt die halbe Welt auf Facebook oder Tumblr? Gerade auf Facebook würde mir das im Traum nicht einfallen. Sicherlich erreicht man für einzelne Beiträge dort recht schnell eine Leserschaft, aber genauso schnell verschwindet die wieder in der Versenkung. Von den mangelnden Gestaltungsmöglichkeiten dort will ich mal gar nicht erst anfangen. In der Beziehung bin ich gerne konservativ und bleibe bei dem, was ich kenne (und liebe).

Aber genug gejammert – es muss ein Plan her. Und der Plan lautet: Ich muss einfach mehr schreiben. Klingt vielleicht etwas simpel gestrickt, ist aber so. Schon früher half es mir bei Schreibblockaden, einfach drauf los zu schreiben. Ohne nachzudenken, aus dem Bauch heraus. Manchmal endete das dann in Wortmüll für die Sondermülldeponie und sehr viel häufiger kamen doch brauchbare, halbwegs sinnvolle (Definitionssache) Texte dabei heraus. Außerdem muss ich meine optimale Schreibzeit finden. Vor Jahren war das der frühe Morgen – da war ich besonders kreativ. Es gab Zeiten, da bin ich aus dem Bett gefallen, hab mir ‘nen Kaffee gemacht und dann ging das Geschreibsel wie von selber von der Hand. Abends hingegen hatte ich zwar viele Ideen, war aber viel zu müde und erledigt vom Tag, um noch irgendwas zu schreiben. Ob das heute auch noch so ist, muss ich ausprobieren.

Ab sofort werden Nägel mit Köpfen gemacht. Mindestens zwei Beiträge pro Woche sind das momentane Ziel, dass es zu erreichen gilt. Ready, steady, go!

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